Das Burn Out Outhouse

Dem Burnout Outhouse stehen zwei Ferienwohnungen am See zur Verfügung. Der Klient/in kann hier zur Ruhe kommen und mit therapeutischen Gesprächen und Körpertherapie Wege zur Heilung suchen. Auch eine Heilfastenkur kann in dieser Zeit von der Heilpraktikerin unterstützt werden.

Einfach Stille

 

 

Dies ist ein Auszug aus meiner Diplomarbeit für die Reittherapeutin:

Das Burnout-Out house Projekt

  7.1 das Projekt

ist es generell an Menschen in einer Sinnkrise gerichtet.

Es gibt keine festgelegte Therapie, die Therapie wird nach Symptomatik, Ressourcen und Resilenz des Einzelnen bestimmt. Den Burnout als Lebenskrise zu verstehen und das Outhouse als geschützer Raum zur Verarbeitung und zur Neuorientierung, als Raum für Heilung und Regeneration.  Auch gilt es die Lebenskrise zu nutzen in der sich zeigt, was wirklich ist. Vielleicht täuscht sich der Jenige gar nicht und die Betroffenen fühlen Sinnlosigkeit, wo wirklich Sinnlosigkeit ist ! Das Burnout Outhouse wagt auch die systemische Frage zu stellen.

Wichtig ist ein vorheriger Ausschluss von systemischen Erkrankungen, die mit depressiven Verstimmungen einhergehen. Vorraussetzung ist auch eine genügende Compliance und keine Selbst- oder Fremdgefährdung des Klienten,

7.2. Therapeutischer Ansatz (Burnout als Lebenskrise)

So vielfältig wie das Bild der des Burnouts, sind die therapeutischen Ansätze. Die Grundsätze bleiben die selben. Für den Burnout gibt es eine ähnliche Regel wie beim Schmerz: Das was der Patient als Schmerz angibt, ist der Schmerz. Beim Burnout gibt es kein universelles Heilmittel. Da wir davon ausgehen, dass Burnout als Erschöpfung von verschiedenen Stessoren gesehen wird, muss der Ansatz zur Therapie ebenso ganzheitlich sein und auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Es kann das Burnout-Syndrom auch als das Ergebnis eines längeren Missbrauchs von Körper und Geist sein, wobei der Betroffene oft selbst darauf zu steuert, oder als Outcome einer traumatischen Situation. z.B. PTBS. Je nach Symptomatik und Ressourcen wird stimulierend oder beruhigend, nährend oder reduzierend gearbeitet.

Ruhezeiten, Mediation zur Meditation, stärkende und unterstützende Ernährung um erschöpfte Lager aufzufüllen und die Nerven zu beruhigen. Der harmonisierende und nährende Kontakt mit dem Pferd und der Natur ist eine grosse Unterstützung.

Unterstützend ist auch Licht und Farbtherapie. Gesprächsangebote bieten einen Rahmen um die Krise zu beleuchten und neue Umgehensweisen und Gedankenmuster zu erlernen.

Das Auslassen von Stressoren (z.B Minimierung der elektronischen Komunikation/Unterhaltung, ausreichend Schlaf). Hierbei versteht sich auch eine Minimierung von Noxen.

Besonders wichtig in diesem Kontext ist der körpertherapeutischer Ansatz. Hier bieten sich körpernahe Therapieformen an, wie WarmWassertherapien(Watsu/Wata), Massagen oder leichte körperliche Übungen wie TaiChiChuan, uuund….

    7.2.1.. die Reittherapie im Projekt

Die oben genannten Vorteile der Reittherapie sollen auch im Projekt genutzt werden. Pferde haben therapeutische Qualitäten, die ein Mensch so nicht leisten kann. Damit hat für uns die Reittherapie einen grossen Platz in der Projektplanung gewonnen.

Das Pferd wirkt auf das vegitative Nervensystem des Menschen, (balancierend, harmonisierend) im Daueralarm ist und unterbricht die Ausschüttung von Stresshormonen.

  7.3 Erkennen ist Prophylaxe, Reittherapie als Prävension

Pferde haushalten ganz natürlich mit ihrer Energie. Wild-lebend finden sie eine Balance aus Nicht-tun, absoluter Anstrengung und wieder in die Ruhe finden. Sie sind grossartige Lehrer. Die Freude die aus der Beziehung mit dem Pferd entsteht kann als solches bereits als Prophylaxe betrachtet werden. Soll nicht heissen, dass ein Reiter nie einen Burnout erleiden würde. Entscheidend ist der emotionale Druck, der die Fähigkeit des Betreffenden übersteigt mit der Belastung umzugehen. Man kann jeden Menschen zu Tode hetzen, auch sich selbst.

Auf der seelischen Ebene sind Pferde wahre Lehrmeister. Depressionen würden vielleicht nicht entstehen, wenn wir wüssten, wie wir unsere Bedürfnisse erspüren und respektieren können. Pferde haben eine ganz besondere Gabe. Sie haben die Macht uns zu eben diesem verloren Inneren zu führen und zwar von sich aus, ganz sanft und ohne Druck.

Die gleichen Punkte die für die Reittherapie genannt werden, gelten auch für die Prophylaxe. Wie bei allen Erkrankungen ist die Prophylaxe, bzw.  das frühe Einsetzen der therapeutischen Intervension, eine gute Vorraussetzung für eine schnelle Genesung. Wie bei allen Erkrankungen, physisch oder psychisch, ist die Chronifizierung eine Vertiefung der Symptomatik und damit langwieriger in der Behandlung. Die Negativitat (z. B. negative Glaubensätze) sind tiefer eingebrannt.

Das ist leichter gesagt als getan, denn oft schleicht sich der Burnout leise sich ein, es wird sich angepasst an die zusätzlichen Belastungen und die Betroffenen sind auf Grund ihrer Persönlichkeit oft stark bestrebt, die Symptomatik so lange wie möglich zu kaschieren- das nimmt die Möglichkeit der Frühzeitigen Erkennen. Oft führt dann eine zusätliche emotionale Belastung (Stressor/Agens) zum Kollaps, der Tropfen der das bereits mehr als gefüllte Fass zum Überlaufen bringt. Reittherapie im Vorfeld könnte den benötigten Ausgleich schaffen und bei der emotionalen Entwicklung des Klienten helfen, so dass die Situation nicht eskalieren muss.

Die therapeutische Arbeit mit dem Pferd ermöglicht Menschen, die unter Depressionen leiden einen Zugang zu sich selbst.

Pferde können mit ihrer hohen Sensibilität hinter unsere Maske schauen, einer Maske, von der wir manchmal gar nicht wissen, dass wir sie überhaupt tragen. Pferde können uns helfen zu erkennen, was uns unsere Energie raubt, aber sie helfen uns auch Zugang zu den Bereichen zu bekommen, die uns neue Kraft und Energie spenden.

Für die Therapeutische Arbeit sind Pferde als Co-Therapeuten unglaublich wertvoll, sowohl die Begegnung mit dem Pferd als auch der körperliche Kontakt haben Einfluss auf uns Menschen.

Viele Krankheiten entstehen, weil wir den Bezug zu unserem Innersten verloren haben und wir nicht mehr auf die Signale unseres Körpers achten. Ein Burnout oder eine Depression würden nicht entstehen, wenn wir gelernt hätten, unsere Bedürfnisse zu spüren und zu respektieren. Pferde haben die besondere Gabe uns zu eben diesem verloren Inneren zu führen und zwar ganz sanft, von sich aus und ohne Druck.

Pferde spiegeln uns Menschen und zeigen uns Seiten an uns, die uns gar nicht bewusst sind. Sie helfen uns durch ihre hohe Sensibilität zu erspüren, wann wir auf dem „richtigen“ Weg sind, denn ihre Reaktion auf uns, zeigt uns auf, wie wir uns fühlen. Sie spüren es, selbst wenn wir uns nicht sicher sind und führen uns zu dieser inneren Botschaft. Und das ohne dabei vorwurfsvoll den Finger zu heben. Sie be- oder verurteilen uns nicht, sondern lassen uns so sein, wie wir gerade sind.

Ein wenig mehr Komfort gibt es bei uns schon und die Ruhe am See